Beitrag zu 11 Jahre Trendsetter

 

Quelle: Main Post vom 29.07.2011 von Günther Hillawoth

 

 

Für sie ist das ganze Jahr über Fasching. Die Mannen der Gesanggruppe „Trendsetter“ vom Veitshöchheimer Carneval-Club (VCC) treffen sich jeden Donnerstag und üben, üben, üben . . . In diesem Jahr feiern sie ein Jubiläum: Das närrische Quintett existiert seit elf Jahren und ist in der Faschingsszene fest verwurzelt. Davon zeugen Auftritte vorwiegend in Unter- aber auch in Mittel- und Oberfranken sowie im fernen Regensburg in der Oberpfalz.

 

Seit 2005 fahren die Trendsetter beim Würzburger und Veitshöchheimer Faschingszug mit. Solange sich die Gaudiwürmer durch die Straßen schlängeln, singen sie vom Lkw aus live ihre Faschingslieder. Bei der After-Zug-Party trällern sie ebenso weiter.

 

Ralf Mahlmeister und Rüdiger Betz waren die ersten Initiatoren. Der damalige neue Sitzungspräsident Rudi Zott verwies die beiden an Günter Ulrich. Sie wurden schnell einig und holten die zwei Sangeskollegen Jürgen Witzke und Jürgen Konrad mit ins Boot – die mehrstimmige Gesangsgruppe stand.

 

Geprobt wurde im Keller von Günter Ulrich, der die musikalische Leitung übernahm. Erste Lieder waren ein Jack-White-Medley, Fürstenfeld von STS und New York, New York nach der Version von Frank Sinatra.

 

Viele eigene Texte, die aus der Feder von Ralf Mahlmeister und/oder Rüdiger Betz stammen, werden „meefränkisch“ gesungen, ebenso Kölner Faschingslieder auf Veitshöchheim und die Region, die sie ins Fränkische umtexten. Nach den ersten Auftritten in den Veitshöchheim Prunksitzungen räumte ihnen der Sitzungspräsident in der zweiten Session gleich zwei Auftritte pro Sitzung ein.

 

Nachdem Ulrichs Keller zunehmend zu klein für die Proben wurde, ging's zu Jürgen Witzke. Vor einem großen Spiegel studierten sie während des Singens ihre Bewegungen ein. Auch technisch machten sie große Fortschritte: Durch den Kauf einer eigenen Funkmikrofon-Anlage konnten sie im Fasching die ganze Bühne nutzen.

 

Der Einschnitt kam 2007: Günter Ulrich musste aus beruflichen Gründen nach Berlin. Aus dem Quintett wurde notgedrungen ein Quartett, das unverdrossen weiter übte und auftrat. Für das Setzen der Noten konnte die damalige Dirigentin des Männergesangverein Veitshöchheim, Cornelia Hahn, gewonnen werden. Zwischenzeitlich stieß Claudia Funk dazu und war für die Choreographie verantwortlich. Ihr Mann Michael Funk übernimmt seitdem in närrischen Zeiten den Fahrdienst. Seit 2010 setzt Elisabeth Karger, Dirigentin beim Männergesangverein Veitshöchheim, die Noten.

 

Seit dem vergangen Jahr sind die Trendsetter wieder ein Quintett. Nach vielen Proben sang erstmals Roland Wagner als Tenor in der Session 2010/11 mit.

Vor kurzem hat die Gesangsgruppe wieder investiert. Eine neue Funkmikrofon-Anlage wurde gekauft, was darauf schließen lässt, dass die Trendsetter auch in den nächsten Jahren weiter auf den närrischen Bühnen zu hören und zu sehen sind.


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