Bericht zu 44 Jahre VCC

 

Quelle: Main Post, 19. April 2010 von Dieter Gürz


Festkommers zum 44-jährigen Bestehen des Carneval-Clubs

Der Mensch braucht die Narretei

 

Nach dem Motto „Voll in Schwung, VCC bleibt ewig jung“ feierte der Veitshöchheimer Carneval-Club 1966 (VCC) 44-jähriges Bestehen mit einem Festkommers in den Mainfrankensälen mit über 300 geladenen Gästen. Vorausgegangen war ein Gedenkgottesdienst in der Vituskirche.


Sitzungspräsident Günter Hillawoth moderierte den Festabend, in dem die VCC-Trendsetter, ein Saxophon-Quartett ehemaliger Heeresmusiker, die Gruppe Gospeltrain und der VCC-Aktive Rolf Herzel mit einer Clown-Nummer mit Tochter und Sohn sowie mit einer Tanzmariechen-Einlage mit Michaela Röhm für gute Unterhaltung zwischen den Reden und Ehrungen sorgten.


Clubpräsident Elmar Knorz und sein Vertreter Rudi Wallesch freuten sich, dass neben prominenten Gästen wie Landrat Eberhard Nuss auch der Ehren-Präsident des Fastnachtsverbandes Franken Mecki Binder, der unterfränkische Karneval-Präsident Kurt Baumeister und Vertretern vieler örtlicher Vereine und zahlreicher befreundeter Karnevalsgesellschaften und acht Gründungsmitgliedern auch der Präsident vom Bund Deutscher Karneval (BDK), Volker Wagner, dem VCC die Ehre erwies.

 

Närrischer Bekanntheitsgrad

 

„Nicht nur Alkoholiker kennen Veitshöchheim, auch die Narren“ und „Ich fühle mich sauwohl in Veitshöchheim“, mit diesen Worten verwies Wagner als höchster bundesdeutscher  Narren-Repräsentant auf die hohe Werbewirksamkeit, die der Ort neben der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau seit über zwei Jahrzehnten bundesweit auch durch die  Fernsehsendung „Fastnacht in Franken“ erlangte.

 

„Man redet von Veitshöchheim, nicht von der Fastnacht in Franken“ sagte der Rheinland-Pfälzer. So wie Mainz, Köln und Düsseldorf profitiere auch Veitshöchheim von der Popularität des Karnevals. Der Karneval führe die Menschen in Fröhlichkeit zusammen.

 

„Die Menschheit braucht den Karneval, um sich frei zu machen von den Wirrnissen dieser Zeit“, betonte Wagner.
Veitshöchheim sei mit seiner erfolgreichen Jugendarbeit im  karnevalistischen Tanzsport ein Paradebeispiel dafür, dass der Karneval auch eine große soziale Komponente habe.
Nirgendwo sonst werde im Verhältnis zur Einwohnerzahl durch Idealisten so viel für die Jugend getan, mehr als zehn Sozialarbeiter in einer Stadt bewerkstelligen.

 

„Ich bin sehr stolz auf meinem Verein“ betonte denn auch Bürgermeister Rainer Kinzkofer, zugleich Ehrensenator des VCC in seinem Grußwort den hohen Stellenwert des VCC, mit über 800 Mitglieder inzwischen schon der zweitgrößte Verein im Ort.

 

Sein nostalgischer Blick in die Club-Chronik offenbarte 44 bewegte Jahre, in denen der 1966 aus der Karnevalsabteilung der Turngemeinde hervorgegangene Club mit viel Liebe, beispielhaftem Idealismus, bewundernswerter Einsatzfreude, hoher Leistung, bemerkenswerter Kreativität und großem Ideenreichtum das karnevalistische Brauchtum pflege und zu einer der renommiertesten und aktivsten Gesellschaften in Franken aufstieg.

 

In all den Jahren habe es keinen Stillstand gegeben.

 

Der Bürgermeister erinnerte an die Erfolge der ersten Jahre, an die legendären Mainfeste, Spielmannszug, Mexiko-Gruppe, Rathaussturm in Würzburg, die erste Jubiläumssitzung in den Huttensälen oder die Gemeinschaftssitzungen für die Aktion „Ein Platz an der Sonne“ oder zugunsten der Deutschen Krebshilfe.

 

Dank seiner hervorragenden Nachwuchsförderung sei der Verein seit vielen Jahren in der Lage, seine Prunksitzungen in allen Sparten mit eigenen Aktiven zu gestalten. Der VCC setze seit über vier Jahrzehnten für die Veitshöchheimer, aber auch für Gäste aus nah und fern viele Glanzlichter im Jahreskreislauf bei Prunksitzungen, der Ausrichtungvon Turnieren ebenso wie bei Faschingsumzügen und Festen, bei denen alle Aktiven und Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen stets ihr Bestes geben würden.

 

Dank an Gründungsmitglieder

 

Eine tolle Erinnerung an das Jubiläum erhielten mit einer limitierten Grafik von Harald Schmauser die acht Gründungsmitglieder Fritz Huttner, Ernst Liebler, Edgar Wenger, Waldemar Porzelt, Horst Porzelt, Gustav Martin, Werner Karl und Horst Grimm. Horst Grimm wurde darüber hinaus für seine Verdienste während seiner 14-jährigen Präsidentenzeit mit dem Ehrenring in Gold, der höchsten Auszeichnung des VCC, ausgezeichnet.

   



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